R i c c a r d o   P r i m o / Händel Festspiele Karlsruhe

April 2014

Großartig auch die junge Sopranistin Emily Hindrichs, die der Costanza mit subtil ausgekosteten Pianissimi die nötige Empfindungstiefe verlieh. Ihr, die nicht umsonst die Beständigkeit im Namen trägt, fallen die originellsten Musiknummern zu – das von der nur hier eingesetzten Basstraversflöte dunkel eingefärbte Arioso, mit dem sie sich dem Tod weiht; die von den Streichern ätherisch-weltenthoben begleitete Arie „Bacia per me la mano“, mit der sie von Riccardo Abschied nimmt; schließlich, nach dem glücklichen Ausgang, ihre Gleichnisarie „Il volo cosi fido“ in der die Sopranino-Blockflöte die mit dem Gesang wetteifernde Vogelstimme verkörpert – allesamt Momente einer musikalischen Verzauberung, bei der man hörend den Atem anhielt.

 

Uwe Schweikert

25 February 2014

Handel wrote the opera for three of the greatest singers of his time, and a set that requires singers to advance to the footlights if they are to be seen at all gives every chance for vocal display. Here, Karlsruhe has done several things very right...As his faithful Constanza, ensemble member Emily Hindrichs makes a fine match, with just the translucent, otherworldly sweetness the part demands.

 

Shirley Apthorp

Badische Neueste Nachrichten: Zum Dahinschmelzen

24 February 2014

Dort oben hold der argentinische Publikumsliebling [Franco Fagioli] in Karlsruhe immer zu Händel-Festspiel-Zeiten richtig aus für rasante Koloraturen. Und dort oben trifft er sich nach einigen leidvollen bis wutentbrannten Arien schließlich mit der ihm absolut ebenbürtigen Partnerin Emily Hindrichs in der Rolle seiner Verlobten Costanza für das einzige Duett der Oper „Riccardo Primo“....Wie sich dabei die Stimmen von Fagioli und Hindrichs, der beiden umjubelten Stars des Abends, umgarnen, sie ihre Melodien miteinander phrasieren, das ist schon phänomenal. Die Karlsruher dürfen im Geiste Purzelbäume schlagen, weil diese Costanza von einer lupenreinen, extrem beweglichen Sopranstimme zum Leben und Lieben erweckt wird, die man jetzt öfter erleben darf: Emily Hindrichs gehört seit dieser Spielzeit zum Karlsruher Ensemble.

 

Isabel Steppeler

24 February 2014

Im durchweg homogenen Solistenensemble glänzte bei den beiden Damen ganz besonders Emily Hindrichs, sie gestaltete die Braut Riccardos, Costanza mit erlesen timbriertem Sopran von enormer Beweglichkeit, betörend schönem Klang, fein nuancierten Stimmfacetten, traumwandlerischen Registerverblendungen, wunderschönen Höhenaufschwüngen.

 

Gerhard Hoffmann

 

 

23 February 2014

Emily Hindrichs ist ohnedies die Entdeckung des Abends. Zarte, unschuldige Aura, blendende Erscheinung und perfekt nuancierte Gesangsphrasen zeichnen diese junge Sopranistin aus.

 

Eckhard Britsch

23 February 2014

Hindrichs gestaltet die Partie der Costanza mit weichem Sopran, der die tiefe Empfindsamkeit der Figur unterstreicht. Großartig gelingen Hindrichs die musikalischen Bögen und die Piani, in denen sich das tiefe Leid Costanzas ausdrückt. 

 

Thomas Molke

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